Krafttraining für Läufer?

Macht es Sinn, dass Läufer zusätzlich zu ihrem Training die Rumpfmuskulatur kräftigen?

Die guten Wettkampfläufer achten peinlich genau darauf, kein Kilo zuviel auf den Rippen zu haben. Ist denn eine gut ausgewählte Rumpfmuskulatur eher schädlich für den Marathonerfolg? Und wie sieht es in zunehmenden Alter aus, sollte auch hier ein Kräftigungstraining ergänzt werden?

Unbestritten ist, dass ein gutes, natürliches – also muskuläres – Korsett enorm wichtig zur Vermeidung von Rückenproblemen und Bandscheibenleiden ist. Bei der Laufbewegung arbeitet die Bauch- und Rückenmuskulatur durch die Verwringung von Schulter- zur Hüftachse natürlich mit. So ist diese Muskelaktivität nur bei stark degenerierter Muskulatur wie beim Laufeinsteiger noch leicht trainingswirksam.
Bei besser trainierten Läufern reicht dieser Trainingsreiz nicht aus, um die Muskulatur über das Lauftraining ausreichend zu kräftigen. Nicht selten sieht man auf den letzten 10 Kilometern des Marathons Läufer mit sehr schlechter Oberkörperhaltung. Dadurch kann die Atmung unökonomisch werden, zudem wird der Laufstil negativ beeinflusst, was die letzten Kilometer zusätzlich erschwert.

Beim laufenden Senior wird das Kräftigungstraining umso wichtiger, da bereits ab dem 30. Lebensjahr die Konzentration am muskelaufbauenden und erhaltendem Testosteron (bei Männern wie bei Frauen) abnimmt.

Kümmert sich der Senior neben seinem Lauftraining nicht um den Erhalt seiner Muskulatur, wird dieses zwangsläufig abnehmen, was auch den Lauferfolg negativ beeinflussen kann.

Deswegen sollten ambitionierte und besser trainierte Läufer genauso wie Freizeitläufer und laufende Senioren ihre Rumpfmuskulatur regelmäßig kräftigen, um einerseits einen guten Laufstil auch bei längeren Laufdistanzen aufrecht erhalten zu können, andererseits Rückenschmerzen und Bandscheibenleiden zu vermeiden.

Was aber, wenn es jetzt doch soweit kam, dass der Rücken Schwierigkeiten macht? Orthopäden und Chirotherapeuten können natürlich kurzfristig Linderung durch Einrenken und Spritzen bzw. Schmerzmittel erreichen. Auch Massagen, krankengymnastische Behandlungen oder auch Korsagen können eine kurzfristige Entlastung des Rückens bringen. Langfristig kommt der Sportler aber nicht herum, regelmäßig und aktiv etwas für seine Muskulatur zu tun.

Fazit ist, kräftige mindestens einmal, besser 2-3x Deine Bauch- und Rückenmuskulatur, um Dir diese Probleme zu ersparen und so Unterbrechungen Deines Lauftrainings (bzw. auch Rad- und Mountainbiketrainings) zu vermeiden. Ein gesunder Rücken hat ja auch was von hoher Lebensqualität!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s