Runners High – Wann kommt es endlich?

Was ist dieses mysteriöse „Runners High“, wie fühlt es sich an, was muss man tun, damit es einen endlich beglückt? Laut eines Artikels aus der Runners World1 geben doch immerhin mehr als die Hälfte der Läufer an, dieses Glücksgefühl während des Laufens schon einmal erfahren zu haben; 36% der Läufer verneinen dies, 13% wissen nicht, ob sie schon beflügelt wurden.

Wenn Muskeln arbeiten, setzt der Körper jede Menge Hormone frei, und das nicht nur beim Laufen. Wenn wir uns dem Runners High widmen, dann müssen wir die Endorphine näher unter die Lupe nehmen, die auch Glückhormone genannt werden. Als Runners High wird ein bald schon rauschhafter Zustand beim Laufen bezeichnet, der dem Läufer Schmerzen und Anstrengung nimmt und ihn selbst nach langen Belastungen mit einer Leichtigkeit erfüllt. Was machen nun diese Endorphine? Sie regulieren Triebe und Gefühle und unterdrücken zudem Schmerzen, werden daher gerne auch als selbst hergestelltes Morphin bezeichnet. Die Endorphine docken an den gleichen Rezeptoren wie die Opiate an, weswegen ihnen auch die Wirkung des euphorischen Zustands vom Runners High zugesagt wird.

Doch ganz so einfach sei es nicht, postuliert der Wissenschaftler Arne Dietrich2: Bewegung hilft,

„Stress abzubauen, unterdrückt Schmerzen, erzeugt ein Gefühl von Wohlbefinden und kann sogar einen euphorischen Zustand hervorrufen“.

Er führt den Effekt aber auf das Anandamid zurück, welches an den gleichen Rezeptoren wie die Cannabinoide anknüpfen, die die Aktivität und Sauerstoffverteilung im Gehirn regulieren. Er fand in Studien heraus, dass durch den Effekt von Anandamid Teile des Zwischenhirns, die für die Laufmotorik zuständig sind, zwar aktiv bleiben, der präfrontale Cortex (der die Emotionen steuert), aber unter dem Einfluss dieses Hormons träger wird. Das empfinden viele Menschen als angenehm, manche sogar als High.

Welcher Effekt nun auch immer dahinter stecken mag, zweifelsohne tut es gut, eine lockere entspannte Laufeinheit durch die schöne verschneite Winterlandschaft zu machen; das Hirn kann abschalten, man kann die Gedanken fließen lassen und vielleicht begründet sich die ganze Euphorie um den Höhepunkt eines Läufers nur auf dieses Wohlgefühl, den Flow, den man beim Laufen bekommen kann, wen man es richtig macht (lockere Intensität und längerer Umfang).

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